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Wintersemester 2008/2009 | Hotel an den Kaiserthermen Trier

Hotel an den Kaiserthermen Trier

Die angenehme und heilende Wirkung des Wassers schätzen die Menschen bereits seit der Antike. Ausgehend von den ersten einfachen öffentlichen Badehäusern Griechenlands entwickelten alsbald die Römer eine regelrechte Badekultur in eigens dafür errichteten großartigen Thermalbädern. Durch die Expansion des Reiches wurden diese Einrichtungen in die entlegensten Regionen Europas getragen. In der kaiserlichen Residenzstadt Trier an der Mosel entstand mit den Kaiserthermen eine der größten öffentlichen Badeanlagen der antiken Welt. Es handelte sich um einen Gebäudekomplex enormen Ausmaßes, der wie eine kleine Stadt sein eigenes Leben entwickelte und den Römern Erholung und Entspannung vom Alltag im kaltfeuchten Germanien bot.

Nach dem Untergang des Römischen Reiches erlebte die Badekultur ihre nächste Blüte erst wieder mit den öffentlichen Badehäusern des Hochmittelalters. Diese Einrichtungen waren nicht nur Stätten der allgemeinen Hygiene, sondern auch Orte gesellschaftlichen Lebens. Auch im Islam kam den Bädern eine wichtige Bedeutung zu, insbesondere in Bezug auf die rituelle Waschung vor dem Gebet. Mit der Industrialisierung erlebte die Tradition der Thermalbäder in Europa eine erneute Blütezeit. Die Einrichtungen gelten seitdem als Orte des Rückzugs, der Erholung und der Kontemplation.

Gegenstand der Diplomarbeit war der Entwurf eines Thermalbades am Ufer der Mosel. Die Aufgabe sah vor, der Stadt Trier, mit ihrer über 2000- jährigen Geschichte ein zukunftsorientiertes Bild zu verleihen, aber dennoch der kulturellen Tradition des Ortes gerecht zu werden. Die architektonische Struktur sollte sich innerhalb des sensiblen Kontextes des Umfeldes einfügen und den hohen organisatorischen wie auch gestalterischen Ansprüchen Rechnung tragen.

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