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Sommersemester 2014 | Ein Literaturhaus in Lübeck

Kontext | Ein Literaturhaus in Lübeck

Die weltberühmte Hansestadt wurde im zwölften Jahrhundert auf einer von Flussläufen der Trave und der Wakenitz umschlossenen Halbinsel gegründet. Ihr unverwechselbarer Stadtkern, die Alstadt, ist eines der bekanntesten Beispiele für den Städtebau der Europäischen Stadt, der durch eine dichte Bebauung, ein einheitliches Erscheinungsbild seiner Bauten sowie ein Netzsystem aus Gassen, Höfen und Platzräumen geprägt ist. Sieben Backsteintürme der fünf Kirchen dienen als wichtige Orientierungspunkte und verleihen der Stadt eine weithin sichtbare, unverwechselbare Silhouette. Nach der flächendeckenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg ist die Lübecker Altstadt behutsam wiederaufgebaut und im Jahre 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt worden.

Neben der überregionalen Bekanntheit als bedeutsame Musikstadt ist die in Lübeck entstandene Literatur hervorzuheben. Hierfür haben in besonderer Weise die beiden weltberühmten Söhne der Stadt, Heinrich und Thomas Mann, beigetragen. Im Buddenbrookhaus, Mitten in der Altstadt,  dokumentiert eine umfangreiche Dauerausstellung das Wirken der beiden Brüder und der gesamten Familie. Das Museum wurde nach dem Gesellschaftsroman „Buddenbrooks“ benannt, in dem Thomas Mann den Verfall einer Lübecker Kaufmannsfamilie behandelt und sehr bildhaft sowie detailliert zugleich die typischen räumlichen und architektonischen Besonderheiten der Lübecker Altstadt beschreibt.

Im historischen Kontext der Stadt und vor dem Hintergrund der literarischen Geschichte Lübecks ist ein Literaturhaus zu entwerfen. Das geplante Gebäude sollte als Veranstaltungsort mit einer Bibliothek sowie Wohnmöglichkeiten für Stipendiaten einer intensiven Auseinandersetzung über Literatur dienen. Ein weiterer Schwerpunkt der Entwurfsarbeit lag in der Beschäftigung mit städtebaulichen und architektonischen Besonderheiten der Hansestadt. Im Vordergrund stehen nicht nur das Lesen, sondern auch das Schreiben und die Diskussion über Literatur. Der Entwurf soll ein Forum für verschiedene Gattungen der Literatur bieten und die Begegnung mit ihr ermöglichen.

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